Kurventraining

Ich versuche einmal im Jahr meine Fahrkünste weiter zu verbessern bzw. wieder auf ein befriedigendes Niveau zu bringen. Nach einigen Sicherheits- und Kurventrainings beim ADAC in Lüneburg sollte es in diesem Jahr auf den Heidbergring in Geesthacht gehen. Von vielen Bekannten hatte ich nur Gutes von diesem Training gehört und ich konnte mich dank der Absage eines Forumskollegen noch kurzfristig dort einklinken.

Durchgeführt wurde das Training von der Zweirad-Akademie. Bis auf den frühen Startzeitpunkt von 7:30 Uhr am Sonntagmorgen gab es an der Organisation und der Durchführung des Tages nichts zu meckern. Zunächst gab es ein paar Lockerungsübungen bevor wir in 4 Gruppen eingeteilt wurden. Je nach Können sollte man sich selbst einsortieren. Jede Gruppe durfte dann 8 Mal je eine Viertelstunde auf den kleinen kurvigen Rundkurs.

Kurventraining Heidbergring

In der ersten Runde ging es zunächst darum die Strecke kennenzulernen. Ich setzte aber schon das erste Mal mit den Fußrasten auf, der Bonnie mangelt es doch schnell an Bodenfreiheit. Nach diesem Törn gab es dann Feedback von den Instruktoren und ggf. eine neue Einordnung. Fälschlicherweise wurde ich noch hochgestuft, so dass ich in einer für mich zu schnellen Gruppe landete. Nach diesem zweiten Durchgang suchte ich kurz das Gespräch mit dem Instruktor und verabschiedete mich erneut in eine neues Team. Danach passte es und ich konnte mich besser auf Blickführung, Einlenkpunkte, Rastenbelastung und Sonstiges konzentrieren.

Bonneville beim Kurventraining auf dem Heidbergring

Heidbergring 06.05.2018
Foto: Mottl

Nach jeder Runde gab es Feedback zumeist in Form von Videos, die der jeweilige Instruktor vorausfahrend mit der GoPro aufgezeichnet hatte. So konnte man direkt sehen, wo was falsch oder gut gelaufen war. Auch wenn nicht in jeder Runde die Linie stimmte, konnte ich einigermaßen mit mir und meinem Fortschritt im Laufe des Tages zufrieden sein. Blickführung, auf die ich nach meinem Sturz letztes Jahr besonders achten wollte, stimmte zumeist. Und wenn sie mal nicht stimmte, bekam ich auch prompt die Quittung in Form einer mies gefahrenen Kurve.

Streckenbegehung Heidbergring

Nach der Mittagspause gab es noch eine kurzen Verdauungsspaziergang in Form einer Streckenbegehung. Wir schauten uns in jeder Kurve die Einlenkpunkte und mögliche Orientierungshilfen an. Da wir nach dem Mittag den Kurs in entgegengesetzter Richtung fahren sollte, fingen wir zunächst mal wieder von vorne an.

Bonnie auf dem Heidbergring

Heidbergring 06.05.2018
Foto: Mottl

Der Tag verlief weiterhin blendend. Das Wetter war ausgesprochen gut zu uns, der Zeitplan wurde beinahe minutiös eingehalten und zwischendurch gab es nette Gespräche mit den anderen Teilnehmer oder man schaute sich die anderen Fahrer bei ihren Runden an. Irgendwer war ja immer auf der Strecke. Fahrer und Maschinen waren bunt gemischt, Triumph Modern Classics waren durch einen Aufruf im Forum aber durchaus start vertreten. Ein rundum gelungener Tag und jeder fuhr gegen 18:00 Uhr kaputt aber glücklich vom Hof. Danke für die tolle Durchführung der Zweirad-Akademie, von der Verpflegung bis hin zum professionellen Fotografen stimmte alles. Auf dieses Angebot werde ich definitiv noch (mindestens) einmal zurück kommen.

Vielfalt, die dritte

In der heutigen Reihe über Umbauten aus dem geht es um handwerkliches Geschick und deren Blüten … und was für schöne ;-)

„Jolly Rogers“ hat seine Bonnie „thruxifiziert“. Dieses Motorrad mag nach außen hin noch nicht allzu spektakulär wirken, was Jolly aber dem Innenleben seiner Bonnie an Liebe gewidmet hat, macht mich immer wieder sprachlos. Von Zylinderkopfbearbeitung über abgedrehte Polräder, verlegter Batterie bis hin zu selbstgebauten Endtöpfen hat Jolly bestimmt jedes Teil seiner Triumph mindestens einmal überarbeitet oder ausgetauscht. Highlights sind aber der selbstgebaute Luftfilter-„Schnuffi“ aus einem PVC-Sanitärrohr und die in der Länge verstellbaren Ansaugstutzen aus dem Hifi-Bedarf. Ich kann hier leider gar nicht alles erwähnen, sein Thread über die durchgeführten Umbaumaßnahmen füllt im Forum mittlerweile 29 Seiten. Ihr könnt es an den Bildern erahnen, die alle einen anderen „Entwicklungsstand“ zeigen.

Jollys 1

Jollys 2

Jollys 3

Hier seht ihr noch zwei Bilder, die nur ein paar der inneren Werte von Jollys Bonnie dokumentieren sollen.
Innere Werte 1

Vorher – Nachher
Innere Werte 2

Die Schweizer scheinen viel technisches Geschick und vor allem viel Zeit zu haben ;-) Genau wie „Jolly Roger“ kommt auch „Jurby“ aus dem Land der Banken und der Toblerone. Er hat bis auf den Tank alle Alu-Teile selber hergestellt, selbst so was Profanes wie eine Tachohalterung ist eigens von ihm zusammen gedengelt. Ich habe wirklich Respekt vor Leuten, die solche Umbauvisionen entwickeln und sie dann auch noch handwerklich selber umsetzen können. Das Ergebnis ist ein wirklich geiles Mopped.

Selbstbau

Jurbys 1

Jurbys 2

Tachohalterung aus einem gefundenen Stück Alteisen:
Tachohalterung Rohling

Tachohalterung fertig

Mit solchen Maschinen kann mal dann auch stilecht am Glemseck teilnehmen.
Glemseck

Die dritte Maschine ist wieder einmal eine verscramblerte Bonneville. Manche erahnen, warum mein Motorrad so aussieht, wie es momentan aussieht, ich finde diese Art von Motorrädern einfach geil. Marc hat vor gut 2 1/2 Jahren sein Mopped im Forum mit den Worten „Bonneville erstmal fertig“ vorgestellt. Da sah sie so aus:
Marcs Vorserie

Daraus ist dann keine zwei Jahre später das hier geworden:
Marcs Bonnie 1

Marcs Bonnie 2

Purer Sex
Porno!

Winterlager

Da das Wetter hier im Norden immer schlechter wurde, habe ich vor ein paar Wochen entschieden, meine Bonnie für den bevorstehenden Winter einzulagern. Ich habe mich dazu in eine trockene Einzelgarage in der Nähe eingemietet. Vor der Winterlagerung steht natürlich eine gründliche Reinigung des Motorrads auf dem Plan. Die Bonnie steht nun also trocken, sauber und aufgebockt und wartet wie ich auf den Frühling.

Vor ein paar Tagen bekam ich einen Anruf von meiner Vermieterin: „Ähm, du hast doch dein Motorrad bei mir untergestellt?!“. Mein Herz schlug gleich viel schneller, weil ich dachte, sie wäre umgefallen oder möglicherweise geklaut…

Sie erklärte mir aber, dass der Hof vor der Garage neu gepflastert worden wäre und wohl auch das Erdgeschoss im benachbarten Gebäude entkernt wurde. Es habe sich daher auf den in der Garage befindlichen Motorrädern eine leichte Staubschicht abgesetzt. Ich war zunächst mal erleichtert, doch als ich das tatsächliche Ausmaß begutachtete, war ich doch ziemlich erschrocken. Die xxxxxxxxx Arbeiter haben offensichtlich vor der Garage Steine geflext und dass die Garage verschlossen war, kann ich nicht so recht glauben. Auf dem kompletten Motorrad befindet sich eine schöne zähe Schicht. Mit Abstauben wird es nicht getan sein, eine nochmalige gründliche Wäsche wird notwendig sein. Gut, dass ich dafür gerade gar keine Zeit habe und am Wochenende für zwei Wochen in Urlaub fahre.

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