Bonneville am Morgen

Aufwachen, die Vorhersagen scheinen zu stimmen, blauer Himmel! Unter die Dusche und Anziehen, Jeans und ein leichtes T-Shirt reichen, gut ein längeres noch drüber, es ist noch frisch draussen.

Stiefel und Lederjacke an, Tuch bis zur Nase hochziehen, Davida auf und die Bonnie befreien. Zu lange hat sie schon auf mich warten müssen und ich auf sie. Choke und dann anlassen. Herrlich blubbert der Twin vor sich hin. Handschuhe an und die Aviator-Brille aufgesetzt, ersten Gang und langsam aus dem Wohngebiet raus. Wo fahre ich lang? Egal, ist nicht wichtig. Aus dem Ort raus und den Sound der Auspuffanlange beim Beschleunigen geniessen. Der Windzug ist noch herrlich kühl im Gesicht. Es riecht nach Gras, manchmal noch ein bißchen nach Regen und nach Wald. Ich geniesse.

Die ersten Kurven noch leicht verhalten, doch die Bonnie und ich haben uns schnell wieder aneinander gewöhnt. Die Fahrt wird ein wenig schneller, die Sonne scheint und niemand stört uns. Die spärlichen Kurven machen Spaß und werden zelebriert, Wiesen, Wälder und ab und an mal ein kleines malerisches Dorf. Düfte, Fahrtwind und herrliche musikalische Untermalung durch die Bonnie. Ich denke an nichts, nicht an die nächsten Termine, nicht an den Job, nicht an die Familie, nicht an den nächsten Urlaub. Ich geniesse.
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