Winter und Technik

Der nächste Winter war ähnlich hart wie der erste, viel und ausdauernd Schneeschippen, an Motorradfahren war nicht zu denken. Diese harte Zeit wird in Hamburg immer unterbrochen von einem Technikseminar. Wieder trifft man lauter nette Leute, die sogar aus München angereist waren und schon das ein oder andere Fässchen auf der langen Bahnfahrt „verzehrt“ hatten. Ich stellte mich dennoch gerne als „Taxi“ zur Verfügung. Mopedschraube, der in ganz Deutschland und darüber hinaus als Ikone auf dem Fach des Twin-Tunings angesehen ist (siehe Projekt http://www.tridays-eleven.com/), stellt sich hier privat zur Verfügung und weist uns Nichtwissende in die Tiefen der Vergaser- und Motorentechnik ein. Auch wenn er mich diesen Tag das ein oder andere Mal abgehängt hat, ist es immer wieder toll zu sehen, wie er ganz ruhig auch Anfängern die technischen Details sehr anschaulich erklären kann.

Zylinderkopf

Zylinderkopf


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Neue Puschen

Mitte März hatte der Winter doch ein Einsehen und verkroch sich wieder zurück nach Finnland. Ich hatte bei meinen Ausflügen auf der Bonnie schon ein paar Mal Kontakt mit Regen und Nässe und dabei keine guten Erfahrungen mit der Originalbereifung der Triumph Bonneville von Metzeler gemacht. Es sollten also neue Reifen her. Ich war schnell bei dem Continental Trail Attack oder dem Pirelli MT60. Beide wurden von vielen Triumph-Fahrern empfohlen, sind aber vom „Charakter“ her völlig unterschiedlich. Der Trail Attack wird zwar auch als Enduro-Reifen verkauft, sah mir aber doch zu modern für die Bonneville aus. Der MT60 ist ein recht kerniger Stollenreifen, dem aber gute Strasseneigenschaften nachgesagt werden und der vor allem auch bei Nässe sehr gut sein soll. Ich entschied mich also auch aus optischen Gründen für den Pirelli. Sieht wirklich verdammt sexy aus und fährt sich auch zusammen mit dem Lenker deutlich besser. Man gewöhnt sich auch recht schnell an das leichte Rumpeln beim Rollen an eine rote Ampel.

Bonnie mit Pirelli MT60

Bonnie mit Pirelli MT60

Die neuen Schuhe wurden dann bei einem Intensiv-Fahrsicherheitstraining beim ADAC in Lüneburg eingeweiht. Ich konnte lernen, dass ein blockierendes Hinterrad gar nicht so schlimm ist, und zog ein paar schwarze Striche auf den Asphalt des Testgeländes. Ein tolles Training, wirklich zu empfehlen, das nächste Mal werde ich aber vermutlich ein reines Kurventraining anstreben.

Ein echtes Britbike

Die nächsten „Verschönerungen“ meiner Bonnie lagen im rein optischen Bereich. Ich habe mir ein paar Teile aus den USA bei New Bonneville Parts bestellt, dabei aber gemerkt, dass ich inkl. Versand und Zoll nicht günstiger abschneide als bei örtlichen Versendern. Die Bonnie zeigt seither ziemlich deutlich, dass ihre Wurzeln auf der Insel liegen.

Bonnie mit Union Jack Tankcover